Manchmal hegt man einen Traum so lange, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem man einfach aufhören muss zu träumen und anfangen muss, ihn zu verwirklichen. Man kann weiter Pläne schmieden, Listen schreiben und versuchen, alles perfekt vorzubereiten, aber letztendlich läuft alles auf einen Schritt hinaus: den Sprung ins kalte Wasser wagen. Genau das habe ich am 3. Dezember 2025 getan. An diesem Tag betrat ich die Handelskammer mit einer Mischung aus Nervosität, Begeisterung und Herzklopfen. Und dann, plötzlich, war es offiziell: Ich hatte mein eigenes Unternehmen gegründet.
In den ersten Tagen wirkte alles surreal. Es war, als wäre ich immer noch in demselben Traum gefangen, von dem ich jahrelang geträumt hatte. Doch Träume haben eine eigentümliche Eigenschaft: Sobald sie Wirklichkeit werden, verändert sich ihre Bedeutung völlig. Mir wurde schnell klar, dass dies kein bloßes Tagträumen mehr war – dies war etwas, das ich jetzt in die Tat umsetzen musste. Es war Zeit aufzubauen, zu wachsen und vor allem zu wagen.
Genau da begann die Achterbahnfahrt. Plötzlich schien meine To-do-Liste endlos. Hundert, nein, tausend Dinge, die erledigt werden mussten. Von der Verwaltung bis zum Branding, von Lieferanten bis hin zur Entwicklung einer Vision, die wirklich meine war. Die Lernkurve war steil – manchmal kam es mir vor, als müsste ich jeden Tag eine neue Sprache lernen – und die Zeit schien immer schneller zu vergehen. Doch dank der bedingungslosen Unterstützung meiner Freunde und der Menschen um mich herum machte ich jeden Tag einen kleinen Schritt nach vorn. Und diese Schritte, so klein sie auch sein mochten, bildeten zusammen einen Weg.
Fast alles läuft jetzt nach Plan, obwohl noch ein paar wichtige Punkte auf meiner To-do-Liste stehen. Aber das gehört eben dazu: Unternehmer zu sein ist nie wirklich abgeschlossen.
In diesem Blogbeitrag möchte ich euch auf meine Reise als frischgebackene Ladenbesitzerin mitnehmen – mit allen Highlights, Fehltritten, Zweifeln und Erfolgen, die dazugehören. Denn Unternehmertum ist nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Geschichte. Und ich stehe erst am Anfang.